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Selbstfürsorge – der Schlüssel zur Gesundheit

Wann haben Sie sich das letzte Mal bewusst Zeit für sich selbst genommen – ohne schlechtes Gewissen, ohne Leistungsdruck, einfach nur, um aufzutanken?

Viele meiner Patientinnen und Patienten reagieren auf diese Frage zunächst irritiert. Selbstfürsorge hat in unserer Leistungsgesellschaft keinen guten Ruf.

Sie wird schnell mit Egoismus verwechselt oder als „Luxus“ abgetan, den man sich erst verdienen müsse. Genau hier liegt jedoch ein zentraler Denkfehler – mit spürbaren Folgen für unsere psychische und körperliche Gesundheit.

Drei Schritte zur Selbstfürsorge

Das Bild bringt es auf den Punkt: Selbstfürsorge ist kein einzelner Moment, sondern ein klar strukturierter Prozess aus drei zentralen Elementen.


1. Wichtigkeit – „Meine Gesundheit ist mir wichtig“

Alles beginnt mit einer inneren Haltung.Wer sich selbst nicht als wichtig erlebt, wird sich auch nicht gut um sich kümmern.

Viele Menschen leben nach dem unausgesprochenen Motto:„Ich komme zuletzt.“

Das funktioniert eine Zeit lang – aber nicht dauerhaft.

Selbstfürsorge beginnt deshalb mit einer klaren Entscheidung:

Ich setze meine Gesundheit an die erste Stelle und unterlasse alles was meiner Gesundheit schadet. Meine Gesundheit ist nicht verhandelbar!

2. Achtsamkeit – „Ich merke, wenn ich mir zu viel zumute“

Der zweite Schritt ist die Wahrnehmung.

Unser Körper und unsere Psyche senden ständig Signale:

  • Müdigkeit

  • Reizbarkeit

  • innere Unruhe

  • Erschöpfung


Wer diese Signale übergeht, verliert langfristig den Kontakt zu sich selbst.

Achtsamkeit bedeutet:

  • innehalten

  • hinschauen

  • ehrlich sein

Dieses Bild bringt die emotionale Seite auf den Punkt: Ruhe, Selbstkontakt und bewusste Wahrnehmung sind die Grundlage dafür, überhaupt ins Handeln zu kommen.


3. Verhalten – „Ich tue etwas für meine Gesundheit“

Erst der dritte Schritt macht den Unterschied: konkretes Handeln.

Viele wissen, was ihnen guttun würde – sie setzen es nur nicht um.

Selbstfürsorge zeigt sich im Alltag:

  • Pausen einlegen

  • ausreichend schlafen

  • Bewegung

  • gesunde Ernährung

  • klare Grenzen setzen

  • „Nein“ sagen


Nicht perfekt. Aber regelmässig!


Der häufigste Denkfehler

„Ich kümmere mich um mich, wenn alles andere erledigt ist.“

Das klingt vernünftig – ist aber eine Falle. Denn dieser Zeitpunkt kommt selten.

Selbstfürsorge beginnt vor der Erschöpfung – nicht danach.


Selbstfürsorge ist Verantwortung

Selbstfürsorge ist kein Egoismus.

Im Gegenteil: Wer gut für sich sorgt, ist klarer, stabiler und langfristig belastbarer.

Sie ist damit auch eine Form von Verantwortung:

  • sich selbst gegenüber

  • der eigenen Gesundheit gegenüber

  • und den Menschen, die einem wichtig sind


Fazit

Selbstfürsorge bedeutet:

  • sich selbst wichtig zu nehmen

  • sich selbst wahrzunehmen

  • und entsprechend zu handeln

Nicht irgendwann.

Sondern heute.


Was wäre heute ein kleiner Schritt, mit dem Sie besser für sich sorgen könnten?


 
 
 

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